Das Grzimek Camp im Zoo

Mit dem Grzimek Camp haben die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) und der Zoologische Garten Frankfurt dem Mann ein lebendiges Denkmal gesetzt, der für beide Institutionen eine zentrale Figur war: Prof. Dr. Bernhard Grzimek. Neben einer kleinen Hütte, die im Stil afrikanischer Wellblechhütten errichtet wurde und die eigentliche Ausstellung präsentiert, vervollständigen die Dornier 27 und ein zebralackierter Landrover das Bild des „Camps in Afrika“. Das gesamte Ensemble ähnelt realen Camp-Situationen von Michael und Bernhard Grzimek in der Serengeti Ende der 1950er Jahre, wie sie in „Serengeti darf nicht sterben“ zu sehen sind.

Das Grzimek Camp: im Zoo Frankfurt gegenüber der Affenanlage (Nähe Eingang Röhnstr.)
Zu besuchen ganzjährig während der Öffnungszeiten des Zoos.

DIE „ENTE“ – BERNHARD GRZIMEKS LEGENDÄRE DO 27

Seit September 2004 "schwebt" eine zebragestreifes Dornier 27 über dem Dach des Affenhauses im Zoo Frankfurt. Die Maschine ist ein Replik der Orginalmaschine von Bernhard Grzimek und Bestandteil der Ausstellung "Grzimek Camp".

Bernhard Grzimek selbst nannte seine Dornier 27, mit der er und sein Sohn Michael im Dezember 1957 von Frankfurt nach Afrika aufbrachen, liebevoll „das geflügelte Zebra“. 10.000 Kilometer legten die beiden - die zum damaligen Zeitpunkt absolute Fluganfänger waren – in der einmotorigen Maschine zurück, bis sie schließlich in der Serengeti in Tansania ankamen. Berühmt wurde die Maschine mit dem Kennzeichen D-ENTE durch den Film „Serengeti darf nicht sterben“. Sie existiert heute nicht mehr, denn noch während der Dreharbeiten zu dem Film verunglückte Michael Grzimek im Januar 1959 mit dieser Maschine tödlich.

Die Do 27 auf dem Dach der Frankfurter Affenanlage wurde uns freundlicherweise von Dornier-Fairchild zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um die letzte Do 27, die im Werk in Oberpfaffenhofen noch vorhanden war. Das gesamte Projekt der Restauration und Lackierung dieser Maschine lag in den Händen von Martin Rulffs.Der Fluglotse und Do 27-Fan hat zusammen mit Freunden in langer Wochenend- und Feierabendarbeit diese Dornier in ein originalgetreues Abbild der D-ENTE verwandelt. Die Zebralackierung entspricht dem Original bis ins Detail, allerdings handelt es sich nicht um eine Fluglackierung sondern um normalen Fahrzeuglack. Darüber hinaus mussten aus konservatorischen Gründen einzelne Teile durch robustere Nachbauten ersetzt werden. Die Maschine ist zudem nicht flugfähig, sie besitzt keinen Motor.

Die Do 27 war das erste Flugzeug, das nach dem Krieg in Deutschland wieder in Serie gefertigt wurde. Insgesamt wurden mehr als 600 Do 27 gebaut, alleine 428 gingen an die Bundeswehr. Die letzte Do 27 rollte 1966 aus der Werkhalle in München-Neuaubing. Zehn Jahre später wurden nochmals zwei zivile Exemplare aus Ersatzteilen nachgebaut.